Konferenz der Animal Politics Foundation in Tirana/Albanien

Ein Bericht von Martin Buschmann…

Vom 19. bis zum 22. November 2015 folgte ich, Martin Buschmann, als Delegierter der Partei Mensch Umwelt Tierschutz der Einladung der „Animal Politics Foundation“. Diese ist eine Stiftung der „Partij voor de Dieren“ (Tierschutzpartei) in den Niederlanden. Bereits 2014 war ich auf dieser Konferenz in Belgrad dabei.

Es trafen sich 38 Mitglieder aus 15 Ländern von Tierschutzparteien in Tirana/Albanien, um sich auszutauschen und gegenseitig voneinander zu lernen sowie Probleme und Lösungen zu besprechen. Selbst Marianne Thieme (Abgeordnete im Parlament in Den Haag) war dabei.

Die Arbeitstagungen haben vor allem den Teilnehmern geholfen, die sich als Tierschutzpartei neu etablieren wollen. Ebenso haben alle Teilnehmer erfahren, wie sich andere Parteien aufstellen und eine Politik der Öffnung nach außen tragen, um kein Feindbild zu bieten und sich nicht abzugrenzen.

Die „Animal Justice Party“ aus Australien, die mit zwei Vertreten angereist war, informierte die Teilnehmer über die Situation in Australien. Dort werden noch wahllos Kängurus abgeschossen, um deren Fleisch, Leder und Fell zu verkaufen. Dies könnte man ändern, wenn die EU einen Importstopp verhängen würde.

Als Delegierter der Partei Mensch Umwelt Tierschutz kann ich nur sagen: Diese Konferenz hat zur internationalen Völkerverständigung, Kommunikation, Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit geführt. Ich stehe nunmehr mit fast allen Teilnehmern der Konferenz der APF in Verbindung.

Ich denke, daraus resultiert eine großartige Zusammenarbeit für die Zukunft!

Nur zusammen – weltweit – sind wir stark!

Grußbotschaft vom Meeting der Animal Politics Foundation in Tirana

Vom 19. bis 22. November trafen sich im Rahmen einer internationalen Arbeitstagung 38 Mitglieder diverser weltweiter Tierschutzparteien in Tirana / Albanien.

Aus Deutschland vertrat der stellv. Generalsekretär und Landesvorsitzende in Hamburg, Martin Buschmann, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz und verschickte eine Videobotschaft!

Demo-Marsch zum Landtag NRW – Wir unterstützen Bleiberecht für Roma

Am 9. November, Gedenktag der Progromnacht, fand in Düsseldorf unter dem Motto „Kein konzentrieren, kein deportieren!“ ein Demo-Marsch zum Landtag NRW statt.

Der Verein „Zukunft für Roma e.V“ hatte dazu aufgerufen, an diesem Tag für ein Bleiberecht und gegen eine Abschiebung kurz vor dem Winter einzutreten.

Ca. 350 Menschen aus ganz NRW kamen dieser Aufforderung nach. Viele der Demonstranten trugen Armbinden mit einem “Z”, dem Zeichen der Verfolgung zu Zeiten des Nazi Regimes. 500.000 Sinti und Roma wurden damals getötet, womit sich die Wahl dieses symbolträchtigen Datums für den Demozug erklärt.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte bereits im Vorfeld einen Unterstützerbrief an die Ministerpräsidentin, Frau Hannelore Kraft versandt und sie aufgefordert, sich für das Bleiberecht einzusetzen und die drohenden Abschiebungen der Roma zu verhindern.

Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück vertrat die Partei vor Ort. „Etwa 12.000 Roma leben derzeit in NRW. Eine Abschiebung in die Herkunftsländer wäre fatal! Diese Menschen würden nicht nur in die Armut zurück geschickt, sondern auch wieder der Diskriminierung und der Verfolgung ausgesetzt! Wir erwarten eine humanitäre Lösung und warnen davor, die Menschen womöglich in den sicheren Tod zu schicken.“ so Lück.

VeggieWorld in Berlin

Am 07. und 08.11.2015 fand in Berlin die VeggieWorld statt. Der LV Berlin und das Messeteam NRW können auf ein super erfolgreiches Wochenende zurückblicken.

Mit viel Spaß und MUT konnten wir den interessierten Menschen das Thema Tierrechte näher bringen. Es wurden tolle Gespräche geführt und viel Infomaterial weitergegeben. Auch konnten wir viele für unsere Infoveranstaltungen begeistern und hoffen auf rege Teilnahme.

Unser Dank geht auch an Bettina Jung und den BuVo, dass ihr uns so tolle Unterstützung und Ausstattung nach Berlin geschickt habt.

Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Aktivitäten.

Das Menschenrecht auf Wasser – Ecuador vs. Deutschland

Aufgrund einer Veranstaltung der AöW und des Botschafters von Ecuador am 29.10.2015 folgten 68 geladene Gäste, darunter Martin Buschmann, stellv. Generalsekretär der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, der Einladung nach Berlin.

Unter anderem sprach der Botschafter den Fakt an, dass in Ecuador der Zugang zu Wasser als ein Menschenrecht in die Verfassung aufgenommen wurde, um die Harmonie zwischen Mensch und Natur sowie auch die Rechte der Natur zu garantieren. Gerechte Aufteilung der Ressourcen mit der Priorität des menschlichen Bedarfes, der Hygiene und der Nachhaltigkeit. Dabei sprach sich der Botschafter klar gegen die Privatisierung von Wasser aus. Die Grundlage dafür sei, das Wasser als nationales Kulturerbe zu sehen und einen ökologischen Kreislauf sowie Zugang und Gleichheit in der ecuadorianischen Verfassung zu garantieren. Durch die Ausweitung der Wasserschutzgebiete und den Aufbau der Infrastruktur hat man dafür gesorgt, dass 2014 mittlerweile 78% der Wohnungen in Ecuador mit Trinkwasser versorgt werden.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo immer mehr Wasserwerke privatisiert werden, entstand eine sehr rege Podiumsdiskussion. Nach vielen Privatisierungen steigen die Preise und die Gewinne werden kaum in die Wasser-Infrastruktur gesteckt, sondern nur an die Aktionäre ausgeschüttet. Auch der Konzern Nestlé ist weltweit bemüht, Wasserressourcen aufzukaufen und teuer zu verkaufen.
Der Botschafter von Ecuador wies darauf hin, dass dies unter dem heutigen Präsidenten Correa nicht denkbar wäre. Das wäre ein Verrat an der Verfassung und an den Menschen in Ecuador.

Daran sollten sich die Politiker im Bundestag einmal ein Beispiel nehmen!

150 Jagdgegner formieren sich gegen Bouffier

04. November 2015: Der verehrte Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier, lädt zur Gesellschaftsjagd und 150 Jagdgegner plus Presse kommen dieser Einladung nach.

Die lautstarken Proteste im Vorfeld ignoriert Herr Bouffier, die Kritik vom Bund der Steuerzahler, eine solche Unterhaltungsjagd, finanziert durch Steuergelder (ca. 22.000 Euro, ohne die Polizeipräsenz von rund 200 Beamten) , sei nicht mehr zeitgemäß und gehöre abgeschafft,tut er mit der Frage ab, ob die nichts Besseres zu tun hätten.

Diese Arroganz und Dekadenz straften die Demonstranten mehrerer Tierschutzorganisationen, u.a. Animal First und Peta, denen sich auch die MUT-Mitglieder nach Aufruf des BAKs Jagd & Angeln aus verschiedenen Bundesländern anschlossen, mit lautstarker Präsenz.

Auch wenn die Jagd unverantwortlicherweise trotz angekündigter Demonstration und des Jagsunfall-Risikos nicht abgesagt wurde, so gab es Erfolge auf Seiten der Tierrechtler zu verbuchen: Nur 45 von 120 geladenen Teilnehmern brachen überhaupt zur Jagd auf, pro Jäger durften 2 Tiere erlegt werden. Durch Störung der Jagd wurden „nur“ 33 Tiere getötet.

Herr Bouffier kündigt eine Wiederholung dieser blutrünstigen Veranstaltung an, seine Gegner werden sich erneut formieren und auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird wieder vor Ort sein.

Appell an Hannelore Kraft: Machen Sie sich für das Bleiberecht der Roma stark!

Noch heute gilt das Wort “Zigeuner” als Schimpfwort. Zigeuner sind die, die niemals sesshaft werden, sind die, die Leute über den Tisch ziehen und betrügen, sind einfach Außenseiter unserer Gesellschaft. Diese “Tradition der Missachtung” zieht sich über viele Jahrhunderte hinweg. Im III. Reich waren sie ebenso Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wie die Juden und wurden ebenso verfolgt, missbraucht und getötet.

Roma und Sinti sind die korrekten Bezeichnungen für diese indoarischen Völkerstämme. Gerade die Roma haben in Gesamt-Europa einen schweren Stand. Sie sind zumeist im Balkan angesiedelt und fristen dort ein trauriges Dasein. So wurde zum Beispiel in Rumänien gestattet, dass Roma-Kinder die öffentlichen Schulen besuchen, allerdings sind diese Schulen in Bezirken, zu denen ein Roma keinen Zutritt hat.

Insgesamt entstammen viele Balkanflüchtlinge dem Stamm der Roma. Bei den serbischen Flüchtlingen reden wir von einer Größenordnung von 90%. Deutlich weniger kommen aus dem Kosovo, dort sind es nur 9%. Doch unabhängig davon ist es unmenschlich, diese verzweifelten Menschen, die in ihrem Herkunftsland keine Überlebensmöglichkeit haben, schon gar nicht im bevorstehenden Winter, dort hin zurück zu schicken, wo sie herkommen.

Was Deutschland für die Juden, von denen jedes einzelne Opfer des Nationalsozialismus zu betrauern ist, getan hat, sollte für die Roma recht und billig sein. Wenn Wiedergutmachung, dann an allen, die so gelitten haben und auch jetzt noch leiden. Denn für die Roma gibt es keinen Staat, der gegründet wurde, um die überlebenden Opfer der Katastrophe des III. Reichs aufzunehmen.

Am 9. November wird eine Veranstaltung unter dem Motto “Ist die Vergangenheit je vergangen?” in Düsseldorf stattfinden. Ein Gedenkzug wird sich um 15:00 Uhr vom Hauptbahnhof aus in Bewegung setzen und sich zum Landtag aufmachen. Als symbolischer Akt werden dort die braunen Wimpel abgelegt, mit denen Roma in der NS-Zeit gekennzeichnet wurden. Ein Akt der Trauer um die Toten, aber auch ein Akt der Befreiung von der Unterdrückung der Stigmatisierung.

Dies können wir nur unterstützen! Roma bedeutet Mensch – und wir alle sind Menschen und sollten endlich auch entsprechend handeln. Dementsprechend richtet die Partei Mensch Umwelt Tierschutz auch ein Unterstützerschreiben an die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

Dürfen wir Sie lebendig häuten?

Landesverband Baden-Württemberg in Aktion

Welch besseres Motto hätte man am Horror-Tag “Halloween” wählen können, um auf den täglichen Horror der 89 Millionen Pelztiere, welche für die Mode leiden, leben und sterben, wählen können?!

Somit veranstalteten gestern zwei unserer Mitglieder des Landesverbandes Ba-Wü eine groß angelegte Anti-Pelzkampagne. Ausgerüstet mit einer Litfaßsäule, einem Infostand und drei Akteuren (für ein Horror-Theater- Szenario) standen wir mit Freunden und Bekannten in der Pforzheimer Innenstadt und schockten, klärten auf, berieten und hielten die Pforzheimer in Atem.

Wie immer gab es Beifall, Kopfschütteln, schiefe Blicke, Zuspruch, Fassungslosigkeit, Aufklärung und großes Interesse. Erreicht haben wir ca. 250 Pforzheimer und das mit nur 6 Leuten. Die Aktion war ein voller Erfolg und schreit geradezu nach einer Wiederholung.

Das Video zur Aktion finden Sie hier.

Patricia Kopietz / Stellv. Landesschatzmeisterin

Mitgliederversammlung (MV) des Landesverbandes Bayern am 24.10.2015

Schwerpunkt der gestrigen MV war turnusmäßig natürlich die Vorstandswahl. Nach politischem und finanziellen Rechenschaftsbericht und der einstimmigen Entlastung des alten Vorstandes wurde das neue Vorstandsteam zusammengestellt:

Landesvorstand LV Bayern
v.l.n.r.: Peter Zimmer (Geschäftsführer), Susann Landesberger (Beisitzerin), Melanie Lorek-Baur (Schriftführerin), Horst Wester (Vorsitzender), Thomas Frank (Beisitzer), Luise Wenkheimer (Generalsekretärin), Helmut Wolff (Vorsitzender), Susanne Cormier (Beisitzerin), Holger Didam (Beisitzer)

Horst Wester konnte in seinem Rechenschaftsbericht von zahlreichen Aktionen, Demoteilnahmen, Petitionen etc. berichten, die im Jahr 2015 bereits unter Beteiligung des LV Bayern abgelaufen sind oder bei denen Mitglieder unseres Landesverbandes aktiv Flagge zeigten. Er wies darauf hin, dass es in Zukunft ganz besonders darauf ankommen wird, die Partei bekannter zu machen. Dazu müsste verstärkt in viele Richtungen gearbeitet werden: Facebook-Präsenz, Website des LV, Infostände, eigene Aktionen, Kooperationen mit Vereinen und Orgas. Die Partei muss bekannter werden, wachsen, mehr Unterstützer und Mitglieder bekommen – für den LV natürlich besonders im Hinblick auf die Landtagswahlen 2018. Dafür müssten bereits ab heute die Weichen gestellt werden.

Finanziell steht der Landesverband sehr solide da, sollte aber natürlich versuchen, über Mitgliederzuwachs und größere Spendeneinnahmen den wirtschaftlichen Rahmen für die Zukunft zu optimieren.

Fazit: BAYERN wird aktiv! Danke vor allem an die zahlreichen Mitglieder, die gestern da waren und an die, die gestern nicht kommen konnten, aber die Zukunft des LV Bayern aktiv mitgestalten wollen. Selbstverständlich wird der neue Vorstand ein offenes Ohr für die Anliegen aller Mitglieder haben. Jeder sollte sich auf seine/ihre Weise einbringen und das Vorstandsteam unterstützen. (Horst Wester, LV Bayern)