Riesige Unterschiede zwischen Mensch und Maus

Amerikanische Experten stellen Tierversuche in Frage

Mäuse und Menschen reagieren auf Entzündungsprozesse und andere Verletzungen völlig unterschiedlich. Die medizinische Forschung solle daher ihren Schwerpunkt mehr auf die komplexen menschlichen Krankheiten legen, anstatt sich auf Tierversuche zu verlassen, ist das Fazit eines gerade erschienenen Fachartikels amerikanischer Wissenschaftler.(Pressemitteilung vom 13. Februar 2013 von Ärzte gegen Tierversuche hier lesen)

Recherche in deutschen Zuchtbetrieben für Schweine

Deutschland verstößt gegen EU-Gesetz für Schweine

“Animal Rights Watch” veröffentlicht Recherchen aus deutschen Schweinezuchtbetrieben: Obwohl die zeitweilige Gruppenhaltung von Sauen in der Schweinezucht EU-weit seit dem 01.01.2013 geltendes Recht ist, hapert es noch in vielen Ländern an der Umsetzung. Sauen werden in der Zucht trotz Verbot oft permanent fixiert. ZDF „Frontal 21″ berichtete am Dienstag, den 12.02.2013, darüber. (Zum Bericht + aktuellem Videomaterial aus deutschen Schweinezuchtbetrieben)

Annette Schavan: Ihre Ehre hatte sie schon lange verloren

Ein Blick zurück ins Jahr 2010

Ein Artikel in der Ausgabe Nr. 40 der ZeitenWENDE aus dem Jahr 2010 beleuchtete die Rolle von Frau Schavan im Zusammenhang mit der EU-Tierversuchsrichtlinie vom 09. November 2010, die anschließend in nationales Recht umzusetzen war. Tierversuchsgegner hatten ihre ganze Hoffnung darauf gesetzt, dass zumindest die im Kommissions-Entwurf vorgeschlagenen minimalen Verbesserungsvorschläge berücksichtigt würden.

Aber diese Hoffnung wurde zerschlagen, und die Endergebnisse, die nicht zuletzt auf Betreiben der deutschen Bildungsministerin zustande kamen, lösten Entsetzen aus. Diese Frau war sich nicht zu schade, in einem abstoßenden Kotau vor der Tierversuchslobby und unter sträflicher Missachtung des im Grundgesetz verankerten Tierschutzes allein der „Wissenschaft“ das Wort zu reden: Einschränkungen von Tierexperimenten, so Schavan, seien nicht mit der im Grundgesetz verbürgten Forschungsfreiheit zu vereinbaren!

Vor allem sorgte sie dafür, dass ausnahmslos sämtliche Versuche, auch an Affen, einschließlich Menschenaffen, zugelassen wurden. Sie hat mit ihrer Haltung zu Tierversuchen Tod und Verderben von Millionen fühlender Lebewesen zu verantworten. In diese Verantwortung fällt unter anderem auch die skandalöse Tatsache, dass Tierversuche nicht einmal rückwirkend auf ihre Relevanz für den Menschen untersucht werden dürfen und im Übrigen geheim zu halten sind! Sogar strengere nationale Regelungen wurden untersagt.

Tierversuche zum Wohl des Menschen? Indem sie das Licht der Öffentlichkeit scheut und beweiskräftige Überprüfungen ablehnt, führt die Tierversuchs-Mafia selbst ihr verbrecherisches Tun ad absurdum. Und, schlimm genug, Frau Schavan steckt mit den Akteuren unter einer Decke.

Fazit: Unser Land braucht keine herz- und mitleidslose „Bildungs“-Ministerin. Neben ihrer Einstellung zu Tierversuchen sollte der Skandal bez. ihrer Dissertationsarbeit zur Folge haben, dass sie freiwillig von ihrem Amt zurücktritt. Nicht nur Tierversuchsgegner, aber die ganz besonders, würden ihr keine Träne nachweinen.

Brüderle-Vorfall löst Sexismus-Debatte aus

Die Debatte um Reiner Brüderle hat nicht nur die Aufmerksamkeit auf den Fraktionsvorsitzenden der FDP gelenkt, sondern auch eine Diskussion über das Thema Sexismus losgetreten. Brüderle soll die Fragen der Sternreporterin Laura Himmelreich in einem Interview mit Kommentaren wie “Sie können ein Dirndl auch ausfüllen” kommentiert haben. Ob die Anschuldigungen gegen den deutschlandweit bekannten Politiker wahr sind oder ob „der spitze Kandidat“ (so ein Stern-Titel) nur Mittel zum Zweck für eine Kampagne gegen die FDP ist, lässt sich von einem Außenstehenden nur schwer beurteilen.

Fakt ist jedoch, dass in puncto Sexismus auch in Deutschland noch viel getan werden muss. Natürlich sollten wir in dieser Debatte nicht vergessen, altbekannte Flirtsituationen von sexistischen Anmaßungen zu unterscheiden, jedoch ist die Grenze zur Unsitte noch viel zu weit gesetzt und Sexismus als Problem unterschätzt. Sobald ein „Flirt“ oder ein „gut gemeinter Altherrenwitz“ sich dahingehend entwickelt, dass der Gegenpart sich herabgewürdigt, verletzt oder diskriminiert fühlt, ist klar, dass es sich um Sexismus handelt, der nicht als Lappalie abgetan werden darf. Auch oder vielleicht gerade dann erst recht nicht, wenn es sich um einen Politiker handelt!

„Grüne Woche“ in Berlin: Auch wir waren präsent – Versuch macht klug!

GruenewocheDie “Internationale Grüne Woche” in Berlin, die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, hat zu Recht bei Tierrechts-Insidern den Ruf, eine weitgehend unreflektierte „Sauf- und Fressveranstaltung“ zu sein. Bei Volksmusik aus aller Herren Länder bzw. aus den verschiedensten deutschen Bundesländern, kommt man sich bisweilen vor wie auf dem Oktoberfest!

Für den, der´s mag, hat es sicher seinen Reiz, internationale oder regionale Spezialitäten kennenzulernen. Ob die Produkte aus tierquälerischer Haltung oder menschenunwürdigen “Not Fairtrade”-Arbeitsbedingungen in der sogenannten Dritten Welt stammen, interessiert allerdings wohl kaum die vorwiegend „eingefleischten“ Besucher…

Und dennoch: „Bio“, vegan-vegetarische Ernährung und Fairtrade werden langsam, aber merklich zunehmend nachgefragt. Das war auch auf der Grünen Woche sichtbar, etwa durch mehr vegan-vegetarische Angebote als früher.

Dass Tierschutz immer mehr Menschen interessiert, spiegelt sich auch in dem Aufwand wider, den die offiziellen Landwirtschaftsvertreter betreiben – indem sie den Besucher/innen in der sogenannten Tierhalle eine heile “Nutztier”-Welt vorgaukeln.

Es war für uns eine interessante Erfahrung, vor Ort zu erleben, was man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Wir sind danach umso mehr überzeugt, dass es richtig ist, wofür unsere Partei steht: für eine Ernährungswende zugunsten von Tierschutz, Klimaschutz, fairen Handelsbedingungen und Gesundheit.

Unser Auftreten vor Ort bot uns die gute Gelegenheit, unser Info-Material – als Gegengewicht zum ausliegenden Werbematerial – zu verteilen und darüber hinaus etlichen Stand-Besuchern die politischen Ziele unserer Partei zu erläutern. So konnten wir – im Rahmen des Möglichen – einen Kontrapunkt zum üblichen Grüne-Woche-Spektakel setzen!

Tierversuche für Kosmetik könnten bald Vergangenheit sein

Ein realer Hoffnungsschimmer

Seit Jahrzehnten kämpfen Tierversuchsgegner gegen die Übermacht der Ausbeuter von Tieren für Versuche, sei es auf dem medizinischen, sei es auf dem Kosmetik-Sektor oder für andere Zwecke. Selbst der versprochene Termin für die Abschaffung der Versuche für Kosmetika, der 11. März 2013, schien aufgrund massiver Kampagnen der Profiteure von Tierversuchsprodukten wieder ins Wanken geraten.

Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer: Laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat der neue EU-Gesundheitskommissar, Tonio Borg, seine Absicht signalisiert, das Verbot zum angekündigten Datum in Kraft treten zu lassen. Ihm wurden über 100 000 Unterschriften für eine Petition überreicht, in der mit Nachdruck gefordert wurde, den betr. Termin einzuhalten.

Zwar sind seit 2009 Tierversuche für Kosmetika in der EU verboten, aber das Verbot wird ständig unterlaufen, indem die Produkte wieder eingeführt werden, nachdem sie im Ausland an Tieren getestet worden sind.

Es ist zu erwarten, dass Tonio Borg massiv von der Kosmetikindustrie bedrängt werden wird, die Frist um weitere Jahre hinauszuschieben. Aber es besteht Hoffnung, dass er sich in seinem Entschluss nicht beirren lässt.

Uns ist in diesem Zusammenhang wichtig, darauf hinzuweisen, dass man sich endlich von der Behauptung distanzieren sollte, es sei zwischen „nötigen“ und „unnötigen“ Tierversuchen zu unterscheiden, wobei die Letzteren z. B. dem Kosmetik-Sektor zuzuordnen seien, die Ersteren, die angeblich nötigen, dem medizinischen. Zwischen Mensch und Tier bestehen vielfach erwiesene gravierende Unterschiede, so dass Schädigungen am Menschen nicht vorausgesagt werden können. Deshalb ist es fahrlässig, Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen und Menschen Medikamente zu verabreichen, die an Tieren getestet wurden! Weit über 200 000 jährlich auf diese Weise schwer geschädigte Menschen, von denen Tausende sogar sterben, sollten Grund genug sein, endlich ausnahmslos von Tierexperimenten Abstand zu nehmen und ausschließlich tierversuchsfreie, menschenbezogene Forschungsmethoden anzuwenden (Zellkulturen, In-vitro-Forschung, Computersimulation und eine Fülle weiterer heute zur Verfügung stehender Methoden).

Mit dieser Abkehr von grausamer Tierquälerei wird endlich auch der eigentlich selbstverständlichen Forderung Genüge getan, Tierversuche allein schon aus ethischen Gründen zu beenden. Es gibt kein „Recht des Stärkeren“, sich über die Rechte Schwächerer oder gänzlich Wehrloser hinwegzusetzen!

Klimaschutz

Schweden wollen „Fleischsteuer“ in Europa

Laut Spiegel Online vom 26.01.2013 fordert die Landwirtschaftsbehörde in Stockholm eine EU-weite Steuer auf Fleisch, denn die Intensivtierhaltung gilt als enormer Klimakiller.

Würde das Fleisch nach dem Schlachten extra besteuert, ginge der Konsum deutlich zurück, so die Behörde des schwedischen Landwirtschaftsministeriums.

Ähnlich soll sich auch kürzlich der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, geäußert haben: Große Mastbetriebe sollen in den Emissionshandel mit einbezogen werden, denn wenn der Konsum von Fleisch sinke und damit auch der Flächenbedarf für den Anbau von Futtermitteln, gebe es mehr Felder für den Anbau von Nahrungsmitteln. (Hier Artikel lesen)

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass die Partei Mensch Umwelt Tierschutz die erste Partei Deutschlands war, die sich 2009 in ihrem Programm zur Bundestagswahl für die Einführung einer „Fleischsteuer“ einsetzte. Wir haben gefordert, den zurzeit ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Fleisch, Eier- und Milchprodukte und sonstige Nahrungsmittel speziell für alle tierischen Produkte dem normalen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent anzugleichen. Nach einer Übergangsfrist von 5 Jahren sollte sich der Mehrwertsteuersatz für die oben genannten Produkte auf 25 Prozent erhöhen. Die Einnahmen aus diesen zusätzlichen 6 Prozent, so schlugen wir vor, sollten zu 50 Prozent für soziale Bereiche und die restlichen 50 Prozent für die Forschung alternativer tierfreier Nahrungsmittel sowie für Projekte in einer tierfreien Landwirtschaft verwendet werden.

Durch diese einfache Preiserhöhung über den Steuersatz würde ein signifikanter Rückgang des Fleischkonsums erfolgen (darüber gibt es wissenschaftliche Studien) und der Rückgang würde dem Klimaschutz, Tierschutz und Artenschutz zugute kommen.

Auch zur Bundestagswahl 2013, bei der wir mit 5 Landesverbänden antreten wollen, fordern wir die Einführung einer „Fleischsteuer“.

Großdemonstration gegen die Agrarindustrie am 19.01.2013 in Berlin – Auch wir waren wieder dabei!

Demo19.01.2013Wie schon in den vergangenen beiden Jahren nahm unsere Partei wieder an der Großdemonstration „Wir haben es satt“ in Berlin teil. Über Mitglieder aus Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hinaus hatten sogar einige „Südländer“ – aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – die Mühen des Anreisens in Form von nächtlichen Busfahrten nicht gescheut. Ihnen ein ganz besonderer Dank.

Wir reihten uns mit unseren blauen Fahnen in den riesengroßen Zug ein, der mit Trommelbegleitung und skandierenden Ausrufen in einem langen Marsch durch Berlin zog. Laut Veranstalter waren es dieses Jahr offenbar noch mehr Teilnehmer als im letzten – ca. 25 000. Erstaunlich und beeindruckend ist diese Zunahme, zumal die Temperaturen in Berlin, begleitet vom eisigen „sibirischen“ Wind, schwer erträglich waren.

Lobby-Ministerin Ilse Aigner, einst angetreten mit der Versicherung, ihr Amt zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger auszuüben (und damit auch derer, die sich für das Wohl der Tiere einsetzen!), kann offenbar nichts beeindrucken, was ihrer Tierquäler-Klientel die gute Laune verderben könnte.

Aber vielleicht hat sie ja bald ausgedient. Der Ausgang der niedersächsischen Landtagswahl, so knapp er auch war, gibt Anlass zur Hoffnung, dass in einigen Monaten ein Regierungswechsel stattfindet und dass vor allem auf dem Agrarsektor keine weitere Abwärtsspirale in Richtung Zupflasterung einiger Bundesländer – insbesondere Niedersachsens – mit Mega-Mastställen stattfinden wird.

Die alljährliche Zunahme von Teilnehmern an der Berliner Demonstration zeigt, dass – im Gegensatz zu den meisten Politikern – in der Bevölkerung offenbar ein Bewusstseinswandel stattfindet! Unsere Partei wird alles daransetzen, diesen Trend zu verstärken. Mit unserem im wahrsten Sinne des Wortes ganzheitlichen und zukunftsweisenden Programm sind wir zweifellos dafür besonders prädestiniert.

Feilschen um den vielleicht letzten seiner Art

222 Kilogramm Blauflossenthunfisch für 1,3 Mio. Euro versteigert

Kiyoshi Kimura, Besitzer einer Kette von Sushi-Restaurants, hat auf dem Tsukiji-Fischmarkt in Tokio einen 222 Kilogramm schweren Blauflossenthunfisch für 1,3 Millionen Euro ersteigert.

Kimura hat dafür dreimal mehr bezahlt als im letzten Jahr.

Dass er mit seinem asozialen Verhalten zur Ausrottung des vom Aussterben bedrohten Blauflossenthunfisches beiträgt, scheint Kimura nicht zu interessieren. Viele andere Japaner anscheinend auch nicht, da sich drei Viertel des weltweiten Konsums von Blauflossenthunfisch nachweislich auf Japan konzentriert.

Lange galt Sushi als eine exotische Delikatesse, die man inzwischen aber auch bei uns als Massenware um die Ecke kaufen kann.

Der Verlierer ist der vom Aussterben bedrohte Blauflossenthunfisch.

Mark S. Hall hat ihm nun einen Dokumentarfilm mit dem Titel‚ Sushi – The Global Catch‘ gewidmet. (Video hier ansehen)

Experten sind sich darüber einig, dass es für das gesamte Ökosystem Meer verheerende Auswirkungen hätte, sollten Blauflossenthunfische aussterben, da sie als große Räuber das sorgsam austarierte Gleichgewicht erhalten.

Das Artenspektrum würde sich verschieben, Krebstiere und Quallen würden massiv zunehmen, Fischarten dramatisch zurückgehen, so Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delfine in München.