26.07.2014: Aus meinem Tagebuch

In der letzten Woche vor der Sommerpause war für mich „Ausschussarbeit“ angesagt (siehe Bericht vom 24.07.2014).

Ich nahm an der ersten regulären Sitzung des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) teil und an der Vorbereitungssitzung der Mitglieder des ENVI-Ausschusses innerhalb der Fraktion GUE/NGL.

In der letztgenannten Sitzung ging es hauptsächlich um die Aufgabenverteilung von „Opinions“ (Stellungnahmen zu Berichten) und von „Reports“ (Berichte). Ich übernahm 4 „Opinions“ für die Fraktion: zwei zu den Themen „Klontiere“ und der Vermarktung von „Klon-Produkten“ und zwei anderen Themen, die im direkten Zusammenhang mit „Nutztieren“ stehen. Das sind „meine Themen“, die ich übernehmen musste, egal welche Arbeit damit verbunden ist. Dafür wurde ich ins Europäische Parlament gewählt…

Vollständigen Bericht hier lesen: Aus meinem Tagebuch / 26.07.2014

Tierschutzpartei sendet Delegation nach Bukarest

Eine Delegation der Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird sich vor Ort über die Zustände und die Eskalation der Gewalt informieren!

Dazu werden am 8. August drei Mitglieder des Bundesvorstandes nach Rumänien reisen, um sich ein Bild davon zu machen, wie die Lage für Mensch und Tier vor Ort ist. Barbara Nauheimer, Bettina Jung und Martin Buschmann werden versuchen, mit möglichst vielen Menschen zu sprechen und auch das eine oder andere Shelter zu besuchen. In Kürze werden nähere Details zu der geplanten Reise folgen.

Dabei muss immer wieder betont werden, dass erwiesenermaßen nur flächendeckende Kastrationsprojekte einen wirksamen und nachhaltigen Lösungsansatz bieten – die Tötung von gesunden Hunden ist für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz keine Option.

Petition gegen Wildtiere im Zirkus

Mitglied in Aktion

Am 20. August 1994 brach die Elefantin Tyke aus einem Zirkus auf Hawaii aus und wurde nach einem „Amoklauf“ erschossen. Den 20. Jahrestag dieses traurigen Ereignisses nimmt die Tierschutzorganisation PETA zum Anlass für eine Kampagne gegen Wildtiere im Zirkus, wobei eine Petition über die jeweiligen Bundestagsabgeordneten an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gerichtet wird.

Haltung und Dressur von Wildtieren in Zirkussen ist alles andere als artgerecht; außer Tierrechts- und Tierschutzorganisationen spricht sich auch die Bundestierärztekammer für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus, ebenso die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Drei repräsentativen Umfragen von 2010 und 2011 zufolge finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 und nochmals Ende November 2011 hat der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließungen bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 16 anderen europäischen Ländern, die bereits sämtliche oder bestimmte Wildtierarten im Zirkus verboten haben.

Auch einige deutsche Städte lassen solche Zirkusse nicht mehr gastieren.

Parteimitglied Franziska Gerhardt aus 08233 Treuen (Vogtland) übergibt in diesem Sinne am 30. Juli 2014 in 08223 Falkenstein bei einer Bürgersprechstunde die Petition an den Abgeordneten ihres Wahlkreises, Herrn Hochbaum (CDU). Erreicht wurden über 1500 Unterschriften, angestrebt waren zunächst 600. Bis zum 20. August kann die Petition noch gezeichnet werden.

Insgesamt sollen 500.000 Unterschriften erreicht werden.

24.07.2014: Bericht aus Brüssel

Am 24.07.2014 fand die erste reguläre Sitzung des Ausschusses für Umwelt, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), in dem Stefan Bernhard Eck Vollmitglied ist, statt.

Zur Vorbereitung der im Jahr 2015 stattfindenden Klimakonferenz in Paris erfolgte von Stefan Bernhard Eck eine Wortmeldung an den Vertreter der Europäischen Kommission, Herrn De Beke, hinsichtlich der Einbeziehung der Co2-Äquivalente, die durch die globale Fleischproduktion entstehen.

In diesem Zusammenhang wies Stefan Eck auf den UNO-Bericht aus dem Jahr 2007 „The long shadow of lifestock“ hin, und erwähnte, dass 18 % CO2-äquivalente Emissionen durch die globale Fleischproduktion entstehen.

Herr De Beke beantwortete die Frage des Abgeordneten Eck: Sowohl bei der Vorbereitungskonferenz in Lima als auch bei der Weltklimakonferenz in Paris 2015 würden nun auch Emissionen aus der Landwirtschaft in die Gesamtklimastrategie mit einbezogen.

Ein weiteres Highlight der Sitzung war die Vorstellung des italienischen Ministers für Umwelt, Meeresschutz und den Schutz natürlicher Ressourcen, Gian Luca Galletti, der seine umweltbezogenen Pläne für die nächsten sechs Monate während der italienischen Ratspräsidentschaft darlegte.

Einer seiner Pläne ist die Verminderung von Plastikmüll, was Stefan Eck gerne unterstützen wird.

Unsere Pressemitteilung vom 24.07.2014

Achtung: Igel in Gefahr! – Ein dringender Appell zum Schutz der Tiere

Laut dem Verein für integrierten Naturschutz e.V. „Pro Igel“ werden jährlich in Deutschland 500 000 Igel überfahren. Hinzu kommen unzählige Igel, die krank und schwer verletzt aufgefunden und in Igelstationen gesund gepflegt werden. Die Gefahrenquellen sind vielfältig: der Straßenverkehr, Geräte und Maschinen, Zäune und Netze, Insekten- und Unkrautvernichter, Gruben, Fallen, Einsperren in Gartenhäusern und Garagen, Plastikmüll, Abbrennen von Gartenabfällen und vieles mehr. Siehe: http://www.pro-igel.de/lebensraum/gefahren.html

Karin Oehl (Igelschützerin aus Pulheim), die seit 30 Jahren eine private Igelstation betreibt, versucht verletzte und zum Teil entsetzlich zugerichtete Tiere wieder gesund zu pflegen. In diesem Zusammenhang appelliert sie an alle, die berufsmäßig oder privat mit Rasenmähern, Tellersensen etc. umgehen.

„Diese Geräte werden ohne böse Absicht, aber leider gedankenlos unter überhängenden Zweigen und Büschen eingesetzt, wo tagsüber die Igel solche Stellen als Ruheplätze nutzen. Sie schreien meist nicht, wenn sie übel verletzt werden.“ so die Expertin.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt den dringenden Appell der Tierschützerin Oehl, der das Ziel hat, die Igel vor vermeidbaren Unfällen mit – vor allem im Sommer eingesetzten – elektrischen Gartengeräten zu bewahren. Bei Interesse kann über das Bundesvorstandssekretariat (E-Mail: sekretariat@tierschutzpartei.de) Kontakt mit ihr aufgenommen werden.

„Wir lassen sie verhungern“ – Interview mit Jean Ziegler

Jean Ziegler ist Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats, Soziologe und emeritierter Professor der Universität Genf. Von 2000 bis 2008 war er UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Jean Ziegler spricht über den Hunger in der Welt, das Diktat der Großkonzerne und die „Waffen“ der Demokratie. (Zum Interview)

Der Einsatz von Rasentrimmer, Fadenmäher und Co. erfordert Achtsamkeit

Achtung: Igel in Gefahr!

Seit den ersten schönen Sonnentagen in diesem Jahr hört und sieht man sie wieder allenthalben im Einsatz – Rasentrimmer, Fadenmäher, Tellersensen. Sie arbeiten schnell u. effektiv auch an Stellen, wo der normale Rasenmäher nicht hinkommt. Es spart viel Zeit, meint man.

Aber: Was kommt immer wieder und immer öfter dabei raus?

Diese Geräte werden häufig ohne böse Absicht, aber gedankenlos auch unter überhängenden Zweigen u. Büschen eingesetzt.

Igel nutzen solche Stellen gern als Tagesruheplätze! Sie schreien meist nicht, wenn sie übelst verletzt werden. Igel als bodenlebende Tiere leben ja nicht im Sterilen Raum, die grauenvollen Wunden infizieren sich und das riechen sofort die Schmeißfliegen, die ihre Eier an solchen Tieren ablegen. Aus diesen Eiern schlüpfen sehr sehr schnell Maden, die zunächst das entzündete Gewebe und das Wundsekret fressen, sich dann aber auch durch das Bindegewebe tief ins Innere des Igels vorarbeiten. Alles was frißt, scheidet auch aus. Geht es dem Igel schon auf Grund seiner infizierten Wunden sehr schlecht, so kommt noch die Belastung durch den Madenkot hinzu. Letztendlich kommt es zum Organversagen durch Sepsis (Blutvergiftung).

Viele, viel zu viele Igel wurden besonders im Verlauf des Frühjahres mit solchen Verletzungen gefunden und viel zu viele konnten trotz tierärztlicher Hilfe nicht mehr gerettet werden. Da war oft die Euthanasie Gnade.

Das muss nicht sein! Igel gehören zu den vom Gesetzgeber besonders geschützten Tieren, die es durch unseren Landschaftsverbrauch und fehlende Nahrungsvielfalt auch durch die fast industriell betriebene Landwirtschaft in unseren stark ausgeräumten Landschaften als Kulturfolger schon extrem schwer haben. Wir gefährden sie auf vielfältige vermeidbare Art und Weise, meist nicht in böser Absicht. Leider aber in Gedankenlosigkeit. Igel sind doch eigentlich Sympathieträger. Durch verstärkte Aufmerksamkeit in unserem Lebensraum könnten wir den kleinen nachtaktiven Kobolden sehr helfen, dass wir sie noch lange als Art bei uns haben dürfen.

Darum: Bei allem was wir tun – bedenken wir doch, dass wir heimlich lebende Mitbewohner haben, die es zu schützen gilt!

Der Irrsinn mit dem Rassehund

TV-Tipp: Der Rasse-Wahn und seine Folgen Do, 31. Juli 2014, 20:15 Uhr auf 3Sat

Ein Beitrag zum Wahn der Menschheit, Rassehunde, vor allem Qualzuchten, züchten zu “müssen”, weil wir ja so wenige Hunde auf diesem Erdball haben, die wir auf keinen Fall erst einmal zu retten hätten, bevor wir neues Elend ins Leben zwingen. Wieder sind die Tiere die Leidtragenden der grenzenlosen menschlichen Ignoranz, die keinerlei Rücksicht auf die großen Qualen, die mit der Züchterei vor allem bei den sog. Qualzuchten einhergehen, nehmen. Völlig egal, dass manche Rassen z.B. kaum oder keine Luft ohne Operation bekommen – die Kasse muß klingeln, und die Eitelkeit der Käufer feiert Urständ auf Kosten der Tiere. Unbegreiflich, daß “Hundefreunde” den Hunden so etwas antun und der moderne Staat den Verbrechen an den Tieren auch hier Vorschub leistet.

Niemand sollte einen Rassehund von einem Züchter kaufen, solange auch nur ein einziger ausgesetzter Hund obdachlos und schutzlos auf den Straßen der Welt herumirren muss.

Großen Dank an den Buchautor Christoph Jung (“Schwarzbuch Hund. Die Menschen und ihr bester Freund”) und an den Tierarzt Dr. Dirk Schrader, die das Thema wieder in Erinnerung gebracht haben. Vielen Dank auch an die krebia werbeagentur, 24696 Großenwiehe, für die Erlaubnis der Übernahme ihres Textes. Wir empfehlen, diese FS-Sendung anzuschauen:

Mensch, Hund! Rassehund?

Der Rasse-Wahn und seine Folgen Do, 31. Juli 2014, 20:15 Uhr auf 3Sat

Rassehund – Der Kritiker: Christoph Jung wird für seine Aussagen über die Rassehundezucht in Deutschland angefeindet und sogar bedroht. Der Autor mehrerer Fachbücher prangert vor allem die Übertypisierung bestimmter Körpermerkmale mit schweren gesundheitlichen Folgen an.

Rassehund – muss das sein? An dieser Stelle ist der Autor dieses Artikels, selbst Halter zweier Mischlingshunde – also Mischlinge, ausnahmsweise mal klar und parteiisch und sagt: “Nein, auf gar keinen Fall”. Der Wahn mit dem Rassehund ist menschlicher Irrsinn und oftmals Tierquälerei. Mischlingshunde sind immer eine mehr als gute Alternative zum Rassehund und ja, auch oftmals die besseren Hunde.

Die 3Sat Dokumentation “Mensch, Hund! – Der Rasse-Wahn und seine Folgen” von Klaus Kastenholz, die 3sat im Rahmen von “Wissenschaft am Donnerstag” zeigt, taucht in die komplexe Welt des deutschen Rassehundewesens und dem Rassehund ein und forscht nach den Konsequenzen eines Schönheitswahns beim Rassehund, der die Gesundheit beliebter Arten bedroht.

Rassehund: welche Rolle spielen dabei die großen Zuchtschauen, deren Sieger ihrem Besitzer enorme Summen einbringen können? Und warum greift der Gesetzgeber beim Rassehund nicht ein? “Das, was wir beim Mops und bei der französischen Bulldogge sehen, ist schon katastrophal. Schlimmer kann es eigentlich gar nicht werden”, sagt der Hamburger Tierarzt Dirk Schrader.

Zu Beginn der Dokumentation über den Rassehund sieht man, wie ein zweijähriger Mops-Rüde auf dem OP-Tisch einer Kleintierklinik liegt. Die Ärzte verkürzen sein Gaumensegel, das für den kleinen Schädel des Hundes schlicht zu groß ist. Oder richtiger ist es umgekehrt zu sagen: Die Proportionen des putzigen Kopfes lassen den Organen nicht mehr genügend Raum – eine Folge der Züchtung. “Das ist wie wenn Sie zu große Möbel für eine zu kleine Wohnung haben”, sagt Dirk Schraders Sohn Steven, ebenfalls Tierarzt.

Draußen wartet schon ein Rassehund – Artgenosse, dem zu enge Nasenlöcher die Atmung erschweren, außerdem eine französische Bulldogge, die an der Entzündung ihrer Augenfalten zu erblinden droht. Drei bis vier solcher Eingriffe musste Tierarzt Dirk Schrader früher pro Jahr vornehmen – heute seien es fast 400.

Es gibt gute Alternativen zum Rassehund

Rassehund Rück-Zucht: Der sogenannte “Retro-Mops” soll der gebeutelten Rasse ihr natürliches Aussehen und ihre Agilität zurückgeben. Durch die Einzucht des Jack Russel Terriers bildet sich etwa die Schnauze wieder deutlicher aus, wodurch die Tiere besser atmen können.

Ein Tierschutz-Skandal – so prangert der Psychologe Christoph Jung seit Jahren ein Übel an, das viele Facetten aufweist: Hier die Käufer, die einen Rassehund nach Vorbild eines bestimmten, gerade modernen Schönheitsideals wünschen. Dort die Züchter, die der enormen Nachfrage nachkommen und bei der Übertypisierung bestimmter Körpermerkmale beim Rassehund nur allzu häufig die gesundheitlichen – oft tödlichen – Folgen für das Tier ignorieren. ”Das muss man sich mal vorstellen, das ist in Deutschland Realität: Per Operation wird vielen Tieren das Atmen erst ermöglicht”, sagt Jung.

Dazwischen steht eine Industrie, die von der schieren Masse an Hunden lebt, von der Versicherungswirtschaft bis zum Futtermittelkonzern. Neben den ultramodernen Designerhunden gibt es aber auch eine Rassehund Variante, die sich eher der Vergangenheit verschrieben hat: die sogenannte Rückzucht, die domestizierte Hunde mit ihren wilden Vorfahren kreuzt. Rassen wie der Saarlooswolfhund werden als Trend für Individualisten immer beliebter, weil sie dem mystischen Wolf so sehr ähneln. Je höher der Anteil an Wolfsblut, desto gefragter sind die Tiere.

“Mensch, du übertriffst mit deiner Grausamkeit jede gesunde, menschliche Vorstellungskraft!”

Recherche von PETA USA: Schock-Video über Wolle

Bitte Tragen und Verarbeiten Sie keine Wolle!!!

Eine erschütternde Undercover-Recherche von PETA USA deckt auf, dass Arbeiter in Australien, dem weltgrößten Woll-Exporteur, und in den USA, Schafe während der Schur töteten, schlugen, traten, auf ihnen herumtrampelten, sie verstümmelten und herumwarfen. (Hier zum Video)

O-Ton von Peta: Gelähmt vor Angst – Dieses aufwühlende Video zeigt, wie Schafscherer die sanftmütigen Tiere gewaltsam ins Gesicht schlugen und sie mit scharfen Schurmaschinen auf den Kopf stießen und prügelten. Nach diesen Übergriffen waren die Schafe starr vor Angst und bluteten aus ihren Augen, Nasen und Mündern. Ein Scherer verdrehte und überdehnte den Hals eines Schafes, bis er ihm das Genick brach. Nachdem der Scherer das Schaf zunächst kopfüber durch einen Schacht getreten hatte, fand der PETA USA-Ermittler es tot auf. Der Scherer stellte sein Körpergewicht auf Hälse und Vorderbeine von dutzenden Schafen, während er sie bei der Schur verbog und verdrehte und seine Finger in die Augen der hilflosen Tiere stach… (Weiter im Text hier)

Protest!

Bitte unterzeichnen Sie die Petition von Peta und appellieren Sie an Karstadt, Ralph Lauren und Breuninger statt Wolle tierfreundliche Materialien zu verwenden.