Kurzbericht aus Saarbrücken

Interview für Deutschlandfunk / Deutschlandradio Kultur

Stefan B. Eck gab am 29.07.2014 Frau Tonia Koch vom Deutschlandfunk / Deutschlandradio Kultur ein Interview, das mit der Frage begann: “Herr Eck, sind sie ein Störenfried?”

Seine Antwort: “Ja, man kann mich als „friedvollen Störer“ bezeichnen. Danke für das Kompliment!

Ich „störe“ die Lobby der übermächtigen Fleischindustrie und der tierquälerischen Massentierhaltung. Ich „störe“ die Tierversuchsexperimentatoren, weil Tierversuche die schwärzesten Verbrechen der Menschheit sind… das sagte übrigens Mahatma Gandhi.

Ich „störe“ die Konsumenten, in dem ich ihnen aufzeige, WAS auf ihrem Teller liegt und wie es produziert wurde.

Ich störe, weil ich auf das Tierleid hinweise und den mangelnden Tierschutz anspreche, weil ich die Gammelfleisch-Skandale anspreche und die Tatsache, dass alle 5 Sekunden auf der Welt ein Kind an Hunger stirbt, da vor allem die reichen Industrieländer nicht auf ihr Steak auf dem Teller verzichten wollen.

Ich störe, weil wir am Rande einer Klimakatastrophe stehen, zu der auch maßgeblich die globale Fleischproduktion beiträgt, nämlich mit weit mehr als 18%. Ich störe, weil die Meere leer gefischt werden, und die Biodiversität auf diesem Planeten in atemberaubendem Tempo abnimmt.

Aber ich störe auch, weil Deutschland weltweit der drittgrößte Waffenexporteur ist, oder weil in unserem Lande die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft.

Meinen Sie nicht auch, dass wir angesichts dieser Tatsachen alle zu „friedvollen Störern“ werden sollten?”

Das gesamte Interview, in dem viele weitere Fragen hinsichtlich seiner Arbeit als EU-Abgeordneter angeschnitten wurden, wird voraussichtlich am 4. oder 5. August im Deutschlandfunk ausgestrahlt.

Unsere Pressemitteilung vom 02.08.2014

Hunde-Massaker in Rumänien

Partei Mensch Umwelt Tierschutz entsendet Delegation vom 08.-10.08.2014 nach Bukarest

Rumänien ignoriert provokant internationale Tierschutz-Vereinbarungen und fährt mit grauenvollen, öffentlich angeordneten Massen-Tötungen von Straßenhunden fort! Inzwischen sind die Menschen, die sich dem Massaker vor Ort in den Weg stellen, an Leib und Leben bedroht. Die Eskalation der Situation für Menschen und Tiere veranlasst die Partei MUT, eine Delegation dreier Bundesvorstandsmitglieder nach Rumänien zu entsenden, um ein Zeichen der Solidarität mit den Tierschützern zu setzen und den internationalen Druck zu erhöhen, durch Kastrations-Projekte das Problem nachhaltig und leidfrei zu lösen.

In einigen Städten werden die Hundefänger erfolgsabhängig entlohnt. Dies führt dazu, dass Hunde teilweise schon von Privatgeländen oder direkt von der Leine gestohlen werden. Die aktuell angewandten Maßnahmen (Fangen/Töten) werden das Straßenhundeproblem nicht lösen. Die verbleibenden unkastrierten Hunde vermehren sich ungehindert weiter und stellen auf Jahre eine sichere Geschäftsgrundlage für die Hunde-Entsorgungsindustrie dar.

Viele Menschen in Deutschland sind zutiefst erschüttert, dass in einem Europa des 21. Jahrhunderts Methoden praktiziert werden, die einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig sind. Rumänien wird unter Tierschützern mittlerweile als Schandfleck Europas gesehen. Die in vielen deutschen und europäischen Städten wiederholt stattfindenden Großkundgebungen für die rumänischen Streunerhunde, verbunden mit dem Appell im Namen der Menschlichkeit, die Tötungen sofort zu beenden, haben bisher zu keinem Erfolg geführt.

Die Partei MUT versteht sich als Menschen- und Tierrechtspartei. Als Partei eines modernen Europas können wir nicht tatenlos zusehen, wie in einem Mitgliedsland unseres Staatenverbundes unter Missachtung aller ethischen und menschlichen Standards Tiere gefangen, gequält und getötet werden. Die Versäumnisse der Vergangenheit können unserer Auffassung nach ausschließlich durch nachgewiesenermaßen erfolgreiche Kastrations-/Aussetzungsprogramme gelöst werden. Aus diesem Grunde wird unsere Delegation in Bukarest Gespräche mit vielen lösungsorientierten aktiven Tierschützern und Fachleuten führen sowie Kastrationskliniken und Tierheime besichtigen. „Ergebnis des Besuches kann ein gemeinsames Konzept zur Lösung des Streunerproblems sein“, so die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer.

Kontakt:

Barbara Nauheimer, Tel.: 08152 – 925326, Mobil: 0173 – 5826455

Bettina Jung, Tel.: 04165 – 224859, Mobil: 0170 – 3824947

Kurzmeldung

Tierarzt im “Einsatz”, Berufsverbot folgt…

London: Das Disziplinarkomitee des Royal College of Veterinary Surgeons hat einen englischen Tierarzt aus dem Berufsregister gestrichen, weil er beim Sex mit einem Pferd und einem Hund gefilmt wurde, wie Videos belegen. “Das gefundene Material und das Verhalten des Mannes (…) beinhalteten den Missbrauch von Tieren und eine Respektlosigkeit vor ihrem Wohlbefinden”, sagte der Vorsitzende des Disziplinarkomitees.

Petition gegen Wildtiere im Zirkus

Mitglied in Aktion, Nachtrag zu Beitrag vom 25.07.2014

“Gestern habe ich gemeinsam mit Sabine Jedzig (Bundesvorstandssekretariat) die “Petition gegen Wildtiere im Zirkus” dem Bundestagsabgeordneten (Herrn Robert Hochbaum / CDU) in seinem Bürgerbüro in Falkenstein (Vogtland) überreicht. Herr Hochbaum zeigte sich Tierschutzthemen gegenüber sehr aufgeschlossen, er hat in den vergangenen Jahren die regionalen Tierschutzvereine unterstützt. Er habe sich allerdings bisher nicht näher mit dem Thema der Petition befasst. Ihm sei klar, dass insbesondere Wildtiere im Zirkus sehr leiden. Er versprach, sich mit unserem Anliegen zu befassen, allerdings könne er nicht für ein Ergebnis garantieren. Vor allem in den neuen Bundesländern bestehe das Problem der Arbeitsplätze und der Existenz der kleinen Zirkusbetriebe. Herr Hochbaum versprach, er werde sich ab Ende September melden.”

Parteimitglied Franziska Gerhardt

TV-Tipp, für heute, Donnerstag, den 31.07.2014

Im Einsatz für Elefanten / 22:15 Uhr / ZDF

Der prominente Naturschützer Hannes Jaenicke widmet sich diesmal den Elefanten und dem blutigen Krieg um ihre Stoßzähne (hier mehr)

„Kein Herz für Tiere: Mehr Rechte für Elefanten, Küken & Co.?“ / 23:00 Uhr / ZDF

Tiere – wir haben sie zum Fressen gern. Doch nur manche. (hier mehr)

Buchvorstellung “Free Frieda”

Eine Rezension von Matthias Ebner

Das Buch “Free Frieda” thematisiert das Leben von zwei Hühnern und einem Hahn, die in einer Brüterei auf die Welt kommen. Es erzählt aus der Sicht der Tiere sehr anschaulich und einfühlsam, welche Auswirkungen der Konsum von Eiern auf die Tiere hat, die sie produzieren müssen und ist hervorragend für Kinder geeignet.

Dieses Buch hat mich wirklich fasziniert. Es ist großartig geschrieben. Ich musste immer wieder lachen, oft sind mir aber auch Tränen in die Augen gekommen.

Nicht so glücklich fand ich allerdings, dass im Buch einmal von “Eier[n] von glücklichen Hühnern” und einmal von “billige[n] Eiern und billige[m] Fleisch” die Rede ist. Schließlich wurde doch gerade in diesem Buch hervorragend beschrieben, wie die Tiere Angst vor dem bevorstehenden Tod haben und wie herzlos es ist Tiere zu töten. Am unglücklichsten fand ich jedoch, dass auf den zwei hinten angehängten Seiten über den Vergleich der verschiedenen Haltungsformen der Eindruck vermittelt wird, als gäbe es keine Alternative zum Kauf von Eiern und dass man lediglich zwischen verschiedenen Übeln wählen könne, von denen lediglich manche ein kleines bisschen weniger grausam sind als andere.

Ich hoffe daher, dass die Autorin bei einer Neuauflage am Ende einen deutlichen Hinweis darauf gibt, dass es heutzutage unzählige eifreie Produkte zu kaufen gibt, die man früher nur mit Eiern in den Zutaten bekam sowie dass man beim Kochen und Backen völlig problemlos auf Eier verzichten kann, wenn man diese einfach durch Johannisbrotkern, Pfeilwurzelstärke, Gries, Bananen, Sojamehl oder andere Alternativen (in entsprechenden Kombinationen und Mengen) ersetzt. Schließlich gibt es dazu ja mittlerweile unzählige Rezepte.

Das Buch “Free Frieda” gibt es bei uns im Partei-Shop.

Tierversuche verbieten – Jetzt! Über 100 Tierschützer demonstrierten vor dem LPT

LV Hamburg in Aktion

Am Samstag, den 26.07.2014 versammelten sich über 100 Tierschützer vor dem Tierversuchslabor LPT in Neu Wulmstorf-Mienenbüttel. Aufgerufen hat der Landesverband Hamburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Die Teilnehmer kamen aus der unmittelbaren Umgebung sowie Hamburg, Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern uns sogar Berlin.

Während der Kundgebung verlas die Schauspielerin und Tierrechtlerin Ingrid van Bergen eine Ihrer Kurzgeschichten über einen Laboraffen. Nach diesem sehr emotionalen Moment wurden von den Teilnehmern vor der Tür des LPT Blumen niedergelegt.

Das LPT mit dem Hauptsitz in Hamburg-Neugraben betreibt ein Tierversuchslabor in der Oldendorfer Strasse 41 in Neu Wulmstorf-Mienenbüttel. Dort werden vor allem Tierversuche an Beagles, Katzen und Affen durchgeführt. In Deutschland sterben jährlich etwa 60.000 Menschen an tödlichen Nebenwirkungen von Medikamenten, die aufgrund von Tierversuchen als risikolos eingestuft wurden. „Durch Tierversuche wird eine Sicherheit suggeriert, die wissenschaftlich nicht gegeben ist“, so Bettina jung (1. Vorsitzendes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Landesverband Hamburg).

Im Jahr 2012 wurden über 2,2 Millionen Mäuse gequält und getötet, mehr als 863 Katzen, 2.612 Hunde und viele andere Tiere. Mehrstellige Millardenbeträge zahlt der Steuerzahler für sinnlose und überflüssige Tierversuche, während die tierversuchsfreie Forschung nur 4-5 Millionen an Forschungsgeldern erhält.

„Es geht darum, das LPT aufzufordern, die grausamen Tierversuche durch fundierte Alternativmethoden zu ersetzen.“, so Martin Buschmann (2. Vorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz in Hamburg).

Das “Hamburger Abendblatt” berichtete über diese Aktion.