Versuchstier des Jahres 2013: Der Beagle

Seine Eigenschaften werden ihm zum Verhängnis

Ein Beagle ist klein und leicht. Er hat kurzes Fell und er frisst gern, vor allem aber ist er freundlich, duldsam und robust. Das macht ihn zum besonders beliebten Kandidaten für Tierversuche. Knapp 2.500 Beagle pro Jahr wurden jüngst in Deutschland zu Versuchszwecken vergiftet, infiziert, operiert und seziert. (Mehr)

Drei-millionenfach Angst, Schmerz, Leiden und Tod

24. April “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche“

Jedes Jahr wird am 24. April weltweit auf das Leiden der Tiere in den Versuchslaboren aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.

Der ursprünglich im deutschsprachigen Raum verwendete Bezeichnung „Tag des Versuchstiers“ suggerierte, Tierversuche gehörten wie selbstverständlich zum Leben dazu. Versuchstieren könne man lediglich mitleidsvoll gedenken. In der Vergangenheit kam es auch immer wieder vor, dass sich Experimentatoren den „Tag des Versuchstiers“ zunutze machten, um die angebliche Notwendigkeit der Versuche „zum Wohle des Menschen“ zu propagieren.

Im Jahr 2007 wurde u.a. auch auf Betreiben der Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine Umbenennung beschlossen. “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ drückt unmissverständlich aus, dass Tierversuche ethisch verwerflich und wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen sind. Tierversuche gehören abgeschafft!

Knapp drei Millionen Tiere wurden im Jahr 2011 in deutschen Labors getötet, 55.000 mehr als im Vorjahr. Für das Jahr 2012 liegen noch keine Zahlen vor; leider ist aber zu erwarten, dass es zu einem weiteren Anstieg gekommen ist. Wie auch in den vergangenen Jahren haben die zuständigen Bundesministerien (Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner und Bildung und Forschung, Annette Schavan) sich nicht für eine Reduktion von Tierversuchen stark gemacht, sondern sich mit der Tierversuchslobby verbündet.

Rund 70 Prozent der Tiere sind Mäuse, 14 Prozent Ratten. Aber auch etwa 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen wurden Opfer der Wissenschaft. Ein Anstieg ist vor allem bei den Mäusen und Fischen zu verzeichnen.

Eine Ursache der unaufhörlichen Zunahme ist im Bereich der Gentechnik zu suchen. Der Anteil der genmanipulierten Tiere macht inzwischen 25 Prozent aus. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2011 fast 9.000 transgene Tiere mehr, insgesamt 731.678, verwendet.

Hauptsächlich werden Mäuse für diesen Forschungszweig herangezogen. In ihrem Erbgut werden Gene an- und abgeschaltet, angeblich, um menschlichen Krankheiten auf die Spur zu kommen. „Die meisten Krankheiten des Menschen sind aber nicht genetisch bedingt, sondern großenteils durch unsere Lebensweise wie Rauchen, fleischreiche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel beeinflusst“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche.

Über eine Million Tiere (35%) mussten für die Grundlagenforschung ihr Leben lassen. In diesem Bereich werden seit Jahren die meisten Tiere, vor allem genmanipulierte, „verbraucht“. Auf die Arzneimittelentwicklung entfielen 16% und auf Giftigkeitsprüfungen 6%.

„Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hält das erneute Hoch der Tierversuchszahlen für eine fatale Fehlentwicklung und ein Armutszeugnis für Wissenschaft und Politik. Der Verein fordert ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, da auf eine Einsicht und Selbstbeschränkung der Forschung nicht zu hoffen ist, wie die aktuellen Statistiken belegen.“

Diesen Aussagen schließt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz in vollem Umfang an.

Um auf das Leid der Versuchstiere aufmerksam zu machen, hat der Landesverband Bayern unserer Partei am 24.04.2013 auf dem Münchener Marienplatz einen Info-Stand organisiert.

Das Ende der Tierversuche für Kosmetika

EU-weites Verkaufsverbot ab dem 11. März 2013 in Kraft

Ein kleiner Etappensieg ist geschafft, denn ab dem 11. März 2013 dürfen in Europa keine Kosmetika mehr verkauft werden, die an Tieren getestet wurden. Das Verbot gilt sowohl für in Europa hergestellte Schönheits- und Pflegemittel, als auch für Kosmetikwaren aus dem außereuropäischen Ausland.

Bereits seit dem Jahr 2004 durften Kosmetik-Endprodukte nicht mehr in Europa an Tieren getestet werden und seit 2009 wurde dieses Verbot auch auf einzelne Inhaltsstoffe ausgeweitet.

Leider werden nach wie vor Tierversuche nach dem Chemikalienrecht für alle Substanzen vorgenommen, die auch in anderen Bereichen neben der Kosmetik eingesetzt werden.

Die Forderung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz: Die Abschaffung jeglicher Tierversuche!

PM vom 04.03.2013 – Ärzte gegen Tierversuche e.V. – AG Köln

Flug in den Tod – Nein zu AIR FRANCE

Am Samstag, den 16.03.2013 informiert die Arbeitsgruppe Köln des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche e.V. zusammen mit befreundeten Aktivisten ab 9 Uhr am Flughafen Köln-Bonn über den Transport von Langschwanzmakaken, Rhesusaffen und anderen Affenarten, die von der Fluggesellschaft AIR FRANCE geflogen werden, um Tierversuchslabore zu beliefern.

Jahrelange Proteste haben bewirkt, dass immer mehr Fluglinien, darunter Lufthansa, keine Affen mehr transportieren. AIR FRANCE ist eine der wenigen Fluglinien und die letzte europäische, die noch Affen aus ihren Heimatgebieten wie z.B. Indonesien, Vietnam und den Philippinen zu Tierversuchslaboren in aller Welt transportiert. Die Tiere werden von Fängertrupps brutal aus ihrem natürlichen Lebensraum herausgerissen und an Zuchtanstalten verkauft, wo sie unter erbärmlichsten Bedingungen in strukturlosen Käfigen gehalten werden. Ihre Nachkommen werden an Tierversuchslabore verkauft.

Bereits der Flug ist für die Tiere eine Qual. In engen Transportboxen eingepfercht müssen sie stundenlang ohne Nahrung und Wasser als Ladung im Rumpf der Passagiermaschinen verharren. Dunkelheit und Hunger führen zu extremen Stresssituationen für die Tiere. Manche von ihnen sterben noch, bevor sie überhaupt am Ziel angekommen sind. Wäre keine Fluggesellschaft mehr bereit, Affen zu transportieren, würde der Nachschub für die Tierversuchslabore in aller Welt erheblich erschwert werden.

Auch in Deutschland finden Tierversuche an Affen statt. So wird in Bremen, Magdeburg, Göttingen und Tübingen Hirnforschung an Primaten betrieben. Die Affen werden in einem Primatenstuhl bewegungslos fixiert, während über Elektroden Hirnströme gemessen werden. Durch Durst werden die Tiere gefügig gemacht und erhalten nur dann etwas Flüssigkeit, wenn sie dem Forscherwunsch entsprechend reagieren. In Berlin und München wurden solche Experimente von den Genehmigungsbehörden mit der Begründung abgelehnt, dass das Leid der Tiere zu hoch und der medizinische Nutzen nicht gegeben sei. Zahlreiche Affen müssen ihr Leben in Giftigkeitsprüfungen lassen. Um beispielsweise die Auswirkungen einer Dioxinvergiftung zu erforschen, wird Weißbüscheläffchen die Substanz unter die Haut gespritzt.

Vom ethischen Gesichtspunkt sind Tierversuche grundsätzlich abzulehnen. Zahlreiche Studien belegen zudem, dass die Übertragung der Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen aufgrund maßgeblicher Unterschiede in Stoffwechsel, Lebensweise und Körperbau ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Die Forcierung einer modernen, tierversuchsfreien Medizin und Wissenschaft, die auf Ursachenforschung und Prävention von Krankheiten basiert, ist dringend geboten. Mittels bildgebener Verfahren und Forschung an Zellen lässt sich beispielsweise das menschliche Gehirn mit seinen Funktionen detailgenau untersuchen, was beste Voraussetzungen bietet, um patientenspezifische Therapien zu entwickeln. (Weitere Infos)

Aktion gegen den Transport von Affen:

Wann: Samstag 16.03.2013, ab 9:00 Uhr

Wo: Flughafen Köln-Bonn, Terminal 2, Schalter AIR FRANCE

Riesige Unterschiede zwischen Mensch und Maus

Amerikanische Experten stellen Tierversuche in Frage

Mäuse und Menschen reagieren auf Entzündungsprozesse und andere Verletzungen völlig unterschiedlich. Die medizinische Forschung solle daher ihren Schwerpunkt mehr auf die komplexen menschlichen Krankheiten legen, anstatt sich auf Tierversuche zu verlassen, ist das Fazit eines gerade erschienenen Fachartikels amerikanischer Wissenschaftler.(Pressemitteilung vom 13. Februar 2013 von Ärzte gegen Tierversuche hier lesen)

Annette Schavan: Ihre Ehre hatte sie schon lange verloren

Ein Blick zurück ins Jahr 2010

Ein Artikel in der Ausgabe Nr. 40 der ZeitenWENDE aus dem Jahr 2010 beleuchtete die Rolle von Frau Schavan im Zusammenhang mit der EU-Tierversuchsrichtlinie vom 09. November 2010, die anschließend in nationales Recht umzusetzen war. Tierversuchsgegner hatten ihre ganze Hoffnung darauf gesetzt, dass zumindest die im Kommissions-Entwurf vorgeschlagenen minimalen Verbesserungsvorschläge berücksichtigt würden.

Aber diese Hoffnung wurde zerschlagen, und die Endergebnisse, die nicht zuletzt auf Betreiben der deutschen Bildungsministerin zustande kamen, lösten Entsetzen aus. Diese Frau war sich nicht zu schade, in einem abstoßenden Kotau vor der Tierversuchslobby und unter sträflicher Missachtung des im Grundgesetz verankerten Tierschutzes allein der „Wissenschaft“ das Wort zu reden: Einschränkungen von Tierexperimenten, so Schavan, seien nicht mit der im Grundgesetz verbürgten Forschungsfreiheit zu vereinbaren!

Vor allem sorgte sie dafür, dass ausnahmslos sämtliche Versuche, auch an Affen, einschließlich Menschenaffen, zugelassen wurden. Sie hat mit ihrer Haltung zu Tierversuchen Tod und Verderben von Millionen fühlender Lebewesen zu verantworten. In diese Verantwortung fällt unter anderem auch die skandalöse Tatsache, dass Tierversuche nicht einmal rückwirkend auf ihre Relevanz für den Menschen untersucht werden dürfen und im Übrigen geheim zu halten sind! Sogar strengere nationale Regelungen wurden untersagt.

Tierversuche zum Wohl des Menschen? Indem sie das Licht der Öffentlichkeit scheut und beweiskräftige Überprüfungen ablehnt, führt die Tierversuchs-Mafia selbst ihr verbrecherisches Tun ad absurdum. Und, schlimm genug, Frau Schavan steckt mit den Akteuren unter einer Decke.

Fazit: Unser Land braucht keine herz- und mitleidslose „Bildungs“-Ministerin. Neben ihrer Einstellung zu Tierversuchen sollte der Skandal bez. ihrer Dissertationsarbeit zur Folge haben, dass sie freiwillig von ihrem Amt zurücktritt. Nicht nur Tierversuchsgegner, aber die ganz besonders, würden ihr keine Träne nachweinen.

Tierversuche für Kosmetik könnten bald Vergangenheit sein

Ein realer Hoffnungsschimmer

Seit Jahrzehnten kämpfen Tierversuchsgegner gegen die Übermacht der Ausbeuter von Tieren für Versuche, sei es auf dem medizinischen, sei es auf dem Kosmetik-Sektor oder für andere Zwecke. Selbst der versprochene Termin für die Abschaffung der Versuche für Kosmetika, der 11. März 2013, schien aufgrund massiver Kampagnen der Profiteure von Tierversuchsprodukten wieder ins Wanken geraten.

Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer: Laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat der neue EU-Gesundheitskommissar, Tonio Borg, seine Absicht signalisiert, das Verbot zum angekündigten Datum in Kraft treten zu lassen. Ihm wurden über 100 000 Unterschriften für eine Petition überreicht, in der mit Nachdruck gefordert wurde, den betr. Termin einzuhalten.

Zwar sind seit 2009 Tierversuche für Kosmetika in der EU verboten, aber das Verbot wird ständig unterlaufen, indem die Produkte wieder eingeführt werden, nachdem sie im Ausland an Tieren getestet worden sind.

Es ist zu erwarten, dass Tonio Borg massiv von der Kosmetikindustrie bedrängt werden wird, die Frist um weitere Jahre hinauszuschieben. Aber es besteht Hoffnung, dass er sich in seinem Entschluss nicht beirren lässt.

Uns ist in diesem Zusammenhang wichtig, darauf hinzuweisen, dass man sich endlich von der Behauptung distanzieren sollte, es sei zwischen „nötigen“ und „unnötigen“ Tierversuchen zu unterscheiden, wobei die Letzteren z. B. dem Kosmetik-Sektor zuzuordnen seien, die Ersteren, die angeblich nötigen, dem medizinischen. Zwischen Mensch und Tier bestehen vielfach erwiesene gravierende Unterschiede, so dass Schädigungen am Menschen nicht vorausgesagt werden können. Deshalb ist es fahrlässig, Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen und Menschen Medikamente zu verabreichen, die an Tieren getestet wurden! Weit über 200 000 jährlich auf diese Weise schwer geschädigte Menschen, von denen Tausende sogar sterben, sollten Grund genug sein, endlich ausnahmslos von Tierexperimenten Abstand zu nehmen und ausschließlich tierversuchsfreie, menschenbezogene Forschungsmethoden anzuwenden (Zellkulturen, In-vitro-Forschung, Computersimulation und eine Fülle weiterer heute zur Verfügung stehender Methoden).

Mit dieser Abkehr von grausamer Tierquälerei wird endlich auch der eigentlich selbstverständlichen Forderung Genüge getan, Tierversuche allein schon aus ethischen Gründen zu beenden. Es gibt kein „Recht des Stärkeren“, sich über die Rechte Schwächerer oder gänzlich Wehrloser hinwegzusetzen!

Tierversuchszahlen steigen unaufhörlich

3 Millionen Tiere leiden in deutschen Labors

Knapp drei Millionen Tiere wurden im Jahr 2011 in deutschen Labors getötet, 55.000 mehr als im Vorjahr. Die heute vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Statistik zeigt einen Anstieg der Tierversuchszahlen um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche ist schockiert, dass seit 1997 Jahr für Jahr mehr Tieropfer zu beklagen sind.

Rund 70 Prozent der Tiere sind Mäuse, 14 Prozent Ratten. Aber auch etwa 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen wurden Opfer der Wissenschaft. Ein Anstieg ist vor allem bei den Mäusen und Fischen zu verzeichnen.

Eine Ursache der unaufhörlichen Zunahme ist im Bereich der Gentechnik zu suchen. Der Anteil der genmanipulierten Tiere macht inzwischen 25 Prozent aus. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2011 fast 9.000 transgene Tiere mehr, insgesamt 731.678, verwendet.

Hauptsächlich werden Mäuse für diesen Forschungszweig herangezogen. In ihrem Erbgut werden Gene an- und abgeschaltet, angeblich, um menschlichen Krankheiten auf die Spur zu kommen. »Die meisten Krankheiten des Menschen sind aber nicht genetisch bedingt, sondern großenteils durch unsere Lebensweise wie Rauchen, fleischreiche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel beeinflusst«, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche. So wurden genmanipulierte Krebsmäuse schon millionenfach »geheilt«, aber am Menschen erprobt, versagten alle potentiellen Mittel.

»Über eine Million Tiere (35 %) mussten für die zweckfreie Grundlagenforschung ihr Leben lassen«, kritisiert Tierärztin Gericke. In diesem Bereich werden seit Jahren die meisten Tiere, vor allem genmanipulierte, »verbraucht«. Auf die Arzneimittelentwicklung entfielen 16 Prozent und auf Giftigkeitsprüfungen 6 Prozent.

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hält das erneute Hoch der Tierversuchszahlen für eine fatale Fehlentwicklung und ein Armutszeugnis für Wissenschaft und Politik. Der Verein fordert ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, da auf eine Einsicht und Selbstbeschränkung der Forschung nicht zu hoffen ist, wie die aktuellen Statistiken belegen. »Anstatt in Mäusegenen zu stochern, müssen endlich die wahren Ursachen unserer Krankheiten erforscht werden und moderne Testmethoden mit menschlichen Zellkulturen und Mikrochips zum Einsatz kommen«, so Gericke abschließend.

“Versuchstier des Jahres 2012: Die “Atherosklerose-Maus”

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat die “Atherosklerose-Maus” zum Versuchstier des Jahres 2012 ernannt. In der Natur kommt diese Maus nicht vor, es handelt sich um ein genetisch verändertes Tier, das speziell für Tierversuche “erzeugt” wurde/wird.

Atherosklerose und die Folgeerkrankungen sind weltweit die häufigsten Todesursachen beim Menschen. Bei “normalen” Mäusen tritt diese Erkrankung nicht auf. Welche, aus Versuchen mit diesen Mäusen, gewonnenen Erkenntnisse auf die Humanmedizin übertragen werden könnten, wurde durch die Forscher bisher nicht dargestellt. Im Jahr 2010 wurden 704 000 gentechnisch manipulierte Mäuse in Deutschland in Tierversuchen eingesetzt. Wobei die Anzahl der Tiere, die für die Atherosklerose-Forschung eingesetzt wurden, nicht gesondert erfasst wird.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte möchte mit der Wahl Versuchtier des Jahres seit 2003 zum Einen auf die Situation der Tiere aufmerksam machen, aber auch auf die Förderung der tierversuchsfreien Forschung, wie z.B. sog. In-Vitro-Verfahren oder Computer-Simulationen, hinweisen. Die entsprechenden Forschungsgelder fließen nach wie vor fast ausschließlich in eine nachweislich ineffektive Art der Wissenschaft, die jährlich Millionen von Tieren massiven Qualen aussetzt. (Weitere Informationen hier)