EU-Parlament stimmt gegen Trophäenjagd!

Vergangene Woche gab es in Straßburg wieder Abstimmungen, unter anderem zu diesem Antrag hier:

Entschließungsantrag “Hauptziele für die Tagung der COP20 des CITES in Usbekistan”

Ziffer 57 des Entschließungsantrags (originaler Text) lautet:

“fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, die Einfuhr von Jagdtrophäen, die von in dem CITES aufgeführten Arten stammen, im Einklang mit dem Aktionsplan der EU zur Bekämpfung des illegalen Artenhandels verstärkt zu kontrollieren; fordert, dass die Anforderungen an Einfuhrgenehmigungen auf alle Jagdtrophäen ausgeweitet werden, die in Anhang B der Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates aufgeführt sind, sofern nichts anderes wissenschaftlich nachgewiesen wird”

-> Sebastian Everding hat dafür gestimmt! ✅

Die Rechtsaußen-Fraktion PfE hatte einen Änderungsantrag dazu eingereicht, der wie folgt lautete:

“fordert einen verhältnismäßigen und einzelfallorientierten Ansatz für Einfuhren von Jagdtrophäen in die EU, um sicherzustellen, dass sie aus legalen Jagdtätigkeiten stammen; betont, dass die legale Jagd zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, zum Schutz von Lebensräumen und zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ländlicher Gemeinschaften beitragen kann”

-> Sebastian Everding hat gegen diesen Änderungsantrag gestimmt! ❌

Aus Deutschland stimmten jedoch die AfD-Abgeordneten dafür sowie der CDU-Abgeordnete Jens Gieseke und der Abgeordnete der Familienpartei Niels Geuking.

Übrigens: Trophäenjagd rettet keine Arten, wie oft behauptet wird, sondern gefährdet sie. Auch legale Jagd ist kein Naturschutz, sondern ein Geschäft mit dem Tod.

Der eigentliche Skandal ist, dass Trophäenjagd noch immer nicht verboten ist. Daher ist der beschlossene Antrag mit dem Ziel einer Ausweitung der Genehmigungspflicht ein wichtiger Schritt.

Artenvielfalt braucht Respekt, keine Trophäen.