Tierschutzpartei fordert Aufklärung über gelockerte FBI-Einstellungsregeln bei sexueller Gewalt gegen Tiere
26. September 2026
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ fordert Transparenz über die geänderten Einstellungsregeln der US-Bundespolizei FBI. Anlass ist die Debatte um den Umgang mit Bewerberinnen und Bewerbern, die sexuelle Handlungen an Tieren vorgenommen haben. Für die Partei müssen der Schutz von Tieren vor sexualisierter Gewalt und der Schutz menschlicher Opfer von Zwang und Menschenhandel gleichermaßen gewährleistet sein.
Nach Angaben demokratischer Mitglieder des Justizausschusses im US-Senat wurden die FBI-Einstellungskriterien dahingehend geändert, dass sexuelle Handlungen mit Tieren oder Tierquälerei vor dem 18. Geburtstag nicht mehr automatisch zum Ausschluss einer Bewerbung führen. Die Ausschussmitglieder verlangen die Offenlegung der zugrunde liegenden Richtlinien und Informationen über deren Anwendung. Der Wegfall eines automatischen Ausschlusses bedeutet dabei noch keine Zusage einer Einstellung. [1]
Der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte FBI-Direktor Kash Patel verteidigte die Änderung bei einer Senatsanhörung am 15. September. Er erklärte, Menschen, die durch Menschenhandel zu solchen Handlungen gezwungen wurden, sollten nicht automatisch von einer Tätigkeit beim FBI ausgeschlossen werden. Zugleich sprach er sich dafür aus, Personen auszuschließen, die freiwillig sexuelle Handlungen an Tieren vorgenommen haben. [2, 3]
Aus Sicht der Tierschutzpartei muss diese Unterscheidung eindeutig in den Regeln und ihrer praktischen Anwendung verankert sein. Menschen, die unter Zwang sexualisierte Gewalt erleben mussten, benötigen Schutz und Unterstützung. Ihre Gewalterfahrung darf ihnen nicht pauschal als eigenes Fehlverhalten zugerechnet werden.
Sexuelle Gewalt gegen Tiere darf weder verharmlost noch verschwiegen, gerechtfertigt oder toleriert werden. Tiere können sexuellen Handlungen mit Menschen nicht zustimmen. Sie sind fühlende Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und einem Anspruch auf Schutz ihrer körperlichen Unversehrtheit. Dieser Schutz muss auch bei der Beurteilung der persönlichen Eignung für eine Tätigkeit in einer Strafverfolgungsbehörde ernst genommen werden.
Die Tierschutzpartei fordert deshalb die Veröffentlichung der maßgeblichen FBI-Richtlinien sowie nachvollziehbare Kriterien für die Einzelfallprüfung. Dabei muss erkennbar sein, wie Zwangslagen berücksichtigt, eigenverantwortlich begangene Gewalthandlungen bewertet und mögliche Gefährdungen geprüft werden. Persönliche Daten von Betroffenen müssen geschützt bleiben.
Eine verantwortungsvolle Debatte braucht klare Fakten und eine konsequente Haltung gegen Gewalt. Der Schutz menschlicher Betroffener und der Schutz von Tieren gehören zusammen.
Quellen
[1] Justizausschuss des US-Senats, demokratische Ausschussmitglieder, 14. September 2026. Schreiben zu den geänderten FBI-Einstellungsregeln. Die Quelle gibt die Darstellung und Kritik der demokratischen Ausschussmitglieder wieder.
[2] Reuters, 15. September 2026. Bericht über Patels Begründung und die Senatsanhörung.
[3] CNN, 15. September 2026. Transkript der Anhörung mit Patels Aussagen zur Unterscheidung zwischen Zwang und freiwilligem Handeln.
https://prod.transcripts.cnn.com/show/sitroom/date/2026-09-15/segment/01